Hubertusmesse 2010 in Schermbeck

Uefter Jagdhornbläser gestalteten eine Hubertusmesse
(Artikel der Dorstener Zeitung vom 11.11.2010)


SCHERMBECK

Zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich gestalteten die Uefter Jagdhornbläser einen musikalisch untermalten Gottesdienst. Dabei durften natürlich Hunde und Adler nicht fehlen.

Von Helmut Scheffler
Bereits am Vorabend hatten Jäger und Instrumentalisten dem Chorraum der Kirche ein Aussehen verliehen, wie es für einen Grenzraum zwischen Wald und Feld üblich ist. Tannenbäume und riesige Maisstangen wurden aufgestellt. Rötlich-gelbes Herbstlaub bedeckte ebenso einen Teil des Bodens wie jede Menge Kastanien, Fichtenzapfen und Walnüsse.

Fest an der Leine
In diese Waldlandschaft kam zu Beginn des Gottesdienstes zusätzliches Leben. An der Treppe zum Altarraum standen die Hundeführer Heinz Rülling und Ulrich Hinsenkamp mit ihren Hunden. Im vorderen Seitenschiff hielt Sonja Krämer ihren Deutsch-Drahthaar „Boris“ fest an der Leine.
Bisweilen sprangen die Hunde aufgeregt auf oder zerrten an den Leinen, als die von Hubert Harde geleiteten Uefter Jagdhornbläser beim Einzug zum „Sammeln der Jäger“ bliesen und das Begrüßungssignal ertönen ließen. Die Dammer Falknerin Hildegard Rohrberg erinnerte mit ihrem Steinadlern „Inka“ an Formen der Jagd, bei denen Tiere eingesetzt werden. Neben ihr stand Detlef Szesny mit dem Wüstenbussard „Pia“.

Schönheit von Gottes Schöpfung
In seiner Predigt zum Thema „Kirche“ thematisierte Pastor Klaus Honermann unter anderem die Schönheit von Gottes Schöpfung. Zum musikalischen Programm der im Altarraum stehenden Jagdhornbläser gehörten nicht nur die traditionellen Jagdsignale, sondern auch konzertante Beiträge wie Wiedls „Alpenecho“ zum Gloria, Fialas „Offertorium“ zur Gabenbereitung, Schuberts „Sanctus“ und Stiefs „Waldchoral“ zum „Agnus Dei“.

Auf das Ende des Gottesdienstes hatten die Kinder sehnlichst gewartet. Sie durften die Jagdhunde und die Greifvögel streicheln, schreckten jedoch stets zurück, wenn dem Steinadler die vielen Streicheleinheiten urplötzlich ein wenig lästig wurden und er sein Gefieder wild flattern ließ.

Hubertusmesse 09.11.2008 Schermbeck

Adler und Hase in der Hubertusmesse

Von Helmut Scheffler
Schermbeck

Fuchs und Uhu saßen Sonntagmorgen friedlich nebeneinander vor dem Ambo in der Ludgeruskirche. Nur wenige Meter weiter erweckte ein Kaninchen im Schutze der Altarplatte den Eindruck, als gäbe es auf der Welt keine feindlichen Füchse. Hubertusmesse der besonderen Art. Der Hegering Schermbeck hatte einen Teil des Bestandes seiner Waldschule beigesteuert, um die Ludgeruskirche mit einem Ambiente zu versehen, das zur Hubertusmesse passte. Zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich gestaltete der Hegering gemeinsam mit den Uefter Jagdhornbläsern einen musikalisch untermalten Gottesdienst.

Bereits am Vorabend hatten Jäger und Instrumentalisten dem Chorraum der Kirche ein Aussehen verliehen, wie es für einen Grenzraum zwischen Wald und Feld üblich ist. In diese Landschaft kam am Sonntag zu Beginn des Gottesdienstes zusätzliches Leben. Auf der einen Seite des Altares standen die Hundeführer Andreas Funke und Rainer Gertzmann mit einem Deutschen Wachtelhund und einem Deutsch-Drahthaar, die aufgeregt aufsprangen und an den Leinen zerrten, als die von Hubert Harde geleiteten Uefter Jagdhornbläser beim Einzug zum „Sammeln der Jäger“ bliesen und das Begrüßungssignal ertönen ließen.

Jagd mit Greifvögeln
Die Dammer Falkner Wolfgang Rohrberg und Hildegard Hühnerbein erinnerten mit ihren beiden Steinadlern und mit einem amerikanischen Wüstenbussard „Harris Hawk“ an Formen der Jagd, bei denen Tiere eingesetzt werden.
In seiner Predigt zum Thema „Kirche“ machte Pastor Klaus Honermann deutlich, dass Kirche weit mehr ist als ein steinerner Tempel. Auf das Ende des Gottesdienstes hatte nicht nur die fünfjährige Fabienne Kraus gewartet.

Flatterndes Gefieder
So wie sie streichelten mehrere Kinder die Jagdhunde und die Greifvögel, schreckten jedoch genauso zurück wie Pastor Honermann, als dem Steinadler die vielen Streicheleinheiten urplötzlich ein wenig lästig wurden und er sein Gefieder wild flattern ließ.
(H. Scheffler Dorstener Zeitung v. 11.11.2008)